|Kleine Buchgedanken| Auf Erkundungstour im Buchstabensalat

30. März 2013Marie
Zwischen einigen Bücherdeckeln findet sich so manche gute Geschichte wieder. Und so manche gute Geschichte hat auch ein paar Bilder verdient. Einige gute Geschichten sind daher mit Besonderheiten versehen, die sie gleich noch viel besser machen. Es sind Erkundungsbücher – Bücher, in denen sich kleine Bildchen, Zeichnungen, Playlists, Fotos oder bunte Verzierungen finden lassen. Sie sorgen dafür, dass ein Buch atmosphärischer, zauberhafter und glaubwürdiger wird und verursachen dieses Gefühl, dass das, was man liest und sieht wirklich real sein könnte. Und wer liest nicht gerne manchmal mit dem Gedanken, dass geschriebene Worte real werden könnten?

Mir sind auf Anhieb sechs Bücher eingefallen, die in meinem Regal und teilweise auch in meinem Bücherherzen einen Platz eingenommen haben. Drei davon stelle ich euch hier kurz vor: Zum einen ist da „Julie und Schneewittchen: Schlimmer geht’s immer“ von Franca Düwel – ein wirklich toll gestaltetes Buch in Tagebuchform, das so wirkt, als hielte man tatsächlich gerade heimlich ein fremdes Tagebuch in seinen Händen und würde mit schnellen Fingern durchblättern, um die Geschichte des Besitzers zu erfahren. Auch „Amy on the summer road“ weiß mit kleinen Gimmicks zu verzaubern, denn neben der gemütlichen Geschichte, findet man auch eine Art Travelbook zwischen den Seiten mit Fotos, Eintrittskarten und Playlists, in denen man nur zu gerne blättert. In „Über mir der Himmel“ kritzelt die Protagonistin auf alles, was sie findet Gedichte und da steckt schon einmal ein Plastikbecherbild mit Worten zwischen den Seiten! Das Buch ist toll aufgemacht (im Original sogar bunt!) und auch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt ist traumhaft schön und traurig zugleich.

Welche „Erkundungsbücher“ kennt ihr so und was gefällt euch daran (oder auch nicht)? Hättet ihr gerne mehr solcher Bücher oder nerven euch Bildchen und co. zwischen den Worten und Kapiteln? Ach und: Frohe Ostern schon einmal!

Eure Wortmalereien (9)

  • j125

    23. März 2014 at 14:16

    Hallo,

    ich mag Erdkundungsbücher wie du sie nennst auch sehr gern, obwohl ich davon bisher eher wenig gelesen habe. Eigentlich kenn ich das nur aus Jugendbüchern (aber nicht die, für junge Erwachsene sondern solche für "ältere Kinder").
    Ich würde aber gern mal solche Bücher lesen, weil ich ein großer Fan von Collagen und vollen Pinnwänden (sprich Sammlungen von Bildern und Texten usw) bin.
    Ein Buch das mir noch einfällt wäre "Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern. Es passt vielleicht nicht ganz, weil keine Zeichnungen oder Bildern drin sind, aber immerhin besteht es ja ausschließlich aus Mails, Briefen, Telefongesprächen und Zettelchen.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich,
    j125

  • Sandra PusteBlume.~

    13. April 2013 at 22:22

    Auf Anhieb ist mir jetzt nur Die Insel der besonderen Kinder eingefallen 😀 Aber sehr schöner Post, wirklich! Ich arbeite mich grade durch deine Buchgedanken-Seite und bin ja sowas von begeistert von deinem Blog. Ich liebe es, wenn jemand nicht nur Rezensionen etc. schreibt, sondern das Ganze individueller gestaltet!

    Alles Liebe,
    Sandra

    1. Paperdreams

      16. April 2013 at 16:24

      Das freut mich sehr 🙂 Viel Spaß hier, vielleicht findest du ja was, was dich interessiert!

      Liebe Grüße,
      Marie

  • Miss Bookiverse

    1. April 2013 at 16:37

    Ich liebe solche Bücher. Muss natürlich auch inhaltlich passen, aber wenn es das tut, finde ich das große Klasse. Julies Tagebücher sind total toll und so lustig 😀 Mir fällt noch Between the Lines von Jodi Picoult und ihrer Tochter ein, da geht es um lebendige Figuren in Büchern und dementsprechend gibt es ganz viele Scherenschnitte zwischen den Seiten, total cool gemacht, die Story war leider nur durchschnittlich.

    1. Paperdreams

      2. April 2013 at 18:46

      Ja, das stimmt! Von Picoult habe ich bisher nur "My sisters keeper" gelesen, was ich eigentlich ganz gut fand!

  • All this pieces of paper

    31. März 2013 at 9:42

    Also mir fällt da noch "The Curious Incident of the Dog in the Night-time". Da wird einiges veranschaulicht, was ziemlich cool ist.
    Ansonsten natürlich noch "The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making" (Wieso muss der Titel nur so lang sein?).
    An jedem Kapitelanfang gibt es eine total süße Zeichnung, die so ein bisschen den Inhalt des jeweiligen folgenden Kapitels widerspiegeln. Die sind wunderschön!

    Liebe Grüße,
    Maggi 🙂

    1. Paperdreams

      2. April 2013 at 18:43

      Haha, alles so lange Titel 😀 Sowas ist auch echt schön. Wenn ein Buch schön gestaltet ist, ist das manchmal ja schon sehr toll!

  • Elif

    30. März 2013 at 15:33

    Schöner Post! 🙂 Mir fiele da noch "Extrem laut und unglaublich nah" ein, ich glaube, da gab es auch solche "Extras". Ist aber schon so lange her, dass ich es gelesen habe, ich bin mir nicht mehr so sicher. :s
    Ich finde sowas immer sehr erfrischend, obwohl ich es auch nicht unbedingt in jedem Buch haben muss. 🙂
    Dir auch frohe Ostern! 🙂

    1. Paperdreams

      2. April 2013 at 18:43

      Ah, stimmt genau! Da gab es ganz viel besondere Seiten in dem Buch. Habe es allerdings (noch) nicht gelesen!

      In jedem Buch muss ich das auch nicht habe, es muss halt zur Geschichte passen, aber wenns gut gemacht ist, finde ich sowas einfach super! 🙂

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