Halloween-Tipps: Die besten Gruselserien und Horrorfilme

22. Oktober 2018Marie

Auch wenn ich oft nur durch meine Finger hindurchsehe, danach nur schlecht einschlafen kann und hinter jedem Schatten Übernatürliches vermute: ich liebe Horrorfilme und Gruselgeschichten! Am liebsten solche mit subtiler, aber intensiver Atmosphäre, mit Jump-Scares und Gänsehautmomenten – also, all das, was meine Nerven eigentlich gar nicht vertragen. Schon als ich klein war, saßen die Nachbarskinder und ich gerne abends draußen vorm Haus (natürlich gut eingemummelt und voll bepackt mit Süßigkeiten) oder auf dem Spielplatz eine Straße weiter (auf dem Dorf war das ziemlich ungefährlich), um uns gegenseitig Gruselgeschichten zu erzählen. Natürlich war es längst nicht so spät, wie es sich angefühlt hat und vermutlich mussten wir vor 22 Uhr zu Hause sein, doch dieses Gefühl, diese Faszination vermischt mit Angst und Aufregung, liebe ich bis heute.

Gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit wird meine Lust auf Filme, Serien und Bücher dieser Art immer wieder von Neuem entfacht und da es aktuell sowieso auf Halloween zugeht und es draußen immer nasser und ungemütlicher wird, möchte ich euch heute meine liebsten Gruselserien und Horrorfilme zeigen – einige All-Time-Favorites, aber auch ein paar aktuelle Süchtigmacher! Vielleicht ist ja der ein oder andere Tipp für einen gruseligen Halloween-Filmeabend für euch dabei!

Gruselserien mit Suchtpotenzial

Penny Dreadful American Horror Story Stranger Things Spuk in Hill House

Wenn ich an Penny Dreadful denke, dann denke ich an Tarotkarten, an britische Horrorklassiker à la Frankenstein und Dracula, an Vampire, Werwölfe, eine wahnsinnig dichte Jack-the-Ripper-Atmosphäre und viele gruselige (und eklige) Momente. Die Serie ist eine faszinierende Mystery-Mischung aus verschiedensten Ingredienzen und weiß mit einer ganz besonderen Vielfalt zu überzeugen. Ja, zwischendurch wird es auch schon einmal ganz schön skurril, ganz schön gruselig und ziemlich ekelhaft, doch die Serie hat eine so besondere Atmosphäre, dass es einfach passt. Worum es geht? Tja, gute Frage – im Grunde sucht man gemeinsam mit der besessenen Vanessa Ives, Viktor Frankenstein, Dorian Gray und Ethan Chandler nach der von Vampiren entführten Tochter von Sir Malcom Murray. Dabei würfelt die Serie bunt beliebte Klassiker Englands aus dem 19. Jahrhundert durcheinander (u.a. Frankenstein, Dracula, Dorian Gray, Dr. Jekyll und Mr. Hyde) – da gibt es einiges zu entdecken und vor allen Dingen einiges zu gruseln…

Für American Horror Story braucht es teilweise schon ziemlich starke Nerven, denn diese Serie hat es in sich. Jede Staffel dreht sich um eine andere gruselige Begebenheit mit wiederkehrenden Schauspielern und einer (zum größten Teil) nicht über die Staffeln zusammenhängenden Handlung – die erste Staffel beispielsweise spielt in einem heimgesuchten Haus, die zweite in einer Psychiatrie, die dritte ist von Voodoo und Hexen inspiriert. Dabei schafft es die Serie sich mit jeder Staffel noch einmal zu toppen und ist an Skurrilität, Horror, Grusel und Ekel teils wirklich kaum zu überbieten. Eine gute Freundin von mir meinte einmal, dass man eigentlich nie mehr einen Horrorfilm schauen muss, wenn man AHS durchgeschaut hat – hier ist halt einfach alles drin. Und vor allen Dingen gibt es eine Menge Suchtpotenzial – einmal angefangen, kann man sich aus den Klauen dieser Serie wirklich nicht mehr befreien. Trotz Horror hatte ich hier übrigens selten wirklich schlaflose Nächte vor Angst, weil die Serie eine ganz spezielle Art hat.

Okay, Stranger Things ist fast schon ein Klassiker und vielleicht auch nicht unbedingt eine Horrorserie, aber für mich gehört sie irgendwie dazu – einfach aus dem Grund, weil es zwischendurch Szenen gibt, die mich schon arg gegruselt haben. Muss ich über diese Serie überhaupt noch etwas sagen, oder haben sie ohnehin schon alle gesehen? Es geht um die fiktive Kleinstadt Hawkins, in der in einem Labor so einiges schief geht. Die Freunde Mike, Dustin und Lucas suchen nach ihrem verschwundenen Freund Will und treffen dabei nicht nur auf ein merkwürdiges Mädchen… Stranger Things hat für mich einfach alles – eine tolle, gruselige Atmosphäre, Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann und Spannung bis zum Ende.

Spuk in Hill House ist seit Anfang Oktober neu auf Netflix und hat mich zunächst nicht sonderlich interessiert (liegt vielleicht an dem doofen deutschen Titel, mal ehrlich: The Haunting of Hill House klingt doch viel besser, oder?), bis mich ein guter Freund darauf aufmerksam gemacht hat. Und seitdem suchte ich diese Serie und muss tatsächlich alle Lichter anmachen, wenn ich dann zu Bett gehen möchte. Diese Serie hat eine ganz, ganz subtile, gruselige Atmosphäre, die mir Gänsehaut am ganzen Körper verursacht und mich schlichtweg völlig fasziniert. Es geht um die Familie Crain, insbesondere um die Kinder, die in einem alten, heimgesuchten Haus aufgewachsen sind und seit einer verhängnisvollen Nacht, versuchen mit ihrem Leben fertig zu werden. Dabei wechselt die Serie immer wieder zwischen Szenen aus der Kindheit und Szenen aus dem Hier und Jetzt, sodass man dem Geheimnis um Hill House und die besagte Nacht Stück für Stück näher kommt. Spuk in Hill House ist sehr gut gemacht, sehr fesselnd erzählt und vor allen Dingen absolut gruselig. Allerdings steht im eindeutigen Fokus der Serie die Geschichte der Familie Crain mit ihren Dämonen und Ängsten, was mir besonders gefallen hat. Kleines Gimmick: in jeder Folge sind Geister versteckt, die man tatsächlich nur ziemlich schwer findet, aber es lohnt sich definitiv nach ihnen zu suchen. Außerdem basiert die Serie auf dem gleichnamigen Roman von Shirley Jackson!

Gruselserien, die ich unbedingt noch sehen möchte:

  • Bates Motel
  • Dark

Horrorfilme für den perfekten Kick

The Cabin in the Woods Insidious Orphan das Waisenkind Verónica

The Cabin in the woods nimmt sich und jegliche Horrorfilmklischees auf die Schippe, vermischt alles ordentlich miteinander und ergibt ein gruseliges, lustiges und absolut skurriles Filmerlebnis, das sicherlich nicht für jeden etwas ist. Das hat wohl vor allen Dingen mit Erwartungen zu tun, denn The Cabin in the Woods ist eigentlich mehr Horrorfilmhommage und -parodie in einem. Für mich ist es dennoch immer wieder sehenswert, einfach weil es so schön skurril und dabei trotzdem sehenswert ist. Worum es geht? Natürlich um eine Gruppe Teenager, die in einer Holzhütte im Wald Urlaub macht und im Keller ein gruseliges Buch findet, nach dessen Lektüre alles ganz anders verläuft, als gedacht.

Sehr ernst hingegen nimmt sich Insidious und das mit einer solchen Intensität, dass er wohl mit zu den gruseligsten Horrorfilmen zählt, die ich kenne. Regisseur James Wan ist übrigens für viele andere, ziemlich gute Horrorfilme bekannt, nämlich u.a. Conjuring und Dead Silence. In Insidious spielt er mit Jump-Scares, ziemlich fieser Musik und einer dichten Amtosphäre, die atemlos macht. Ich weiß nicht, wie oft ich den Film inzwischen gesehen habe, aber er schafft es tatsächlich immer wieder, dass ich mich durchweg grusele. Allein wenn ich die Musik höre, läuft es mir schon eiskalt den Rücken herunter. Es geht um eine Familie, die in ein neues Haus zieht, woraufhin plötzlich der Sohn Dalton in ein Koma fällt. Im Haus geschehen merkwürdige Dinge und diese scheinen von Dalton auszugehen…

Orphan, das Waisenkind ist wohl kein klassischer Horrorfilm, allerdings möchte ich an dieser Stelle eigentlich lieber gar nichts verraten, da jedes Wissen über den Film, den Effekt zerstören könnte – und der hat bei mir wirklich super funktioniert. Der Film wühlt einen wirklich auf, mit jeder Minute steigert man sich mehr in das Geschehen rein und denkt, schon alles zu wissen, obwohl man eigentlich gar nichts weiß. Grob gesagt geht es um eine Familie, die ein Waisenkind adoptiert, mit dessen Einzug plötzlich merkwürdige Dinge geschehen. Und egal, was ihr glaubt: so ist es nicht! Also, nichts weiter darüber lesen, sondern einfach schauen!

Verónica wurde in der Kritik mit Superlativen nur so überschüttet – der gruseligste Horrorfilm überhaupt hieß es überall. Mich hat das erstmal skeptisch und den Film vor allen Dingen uninteressant gemacht. Ohne Erwartungen habe ich ihn dann doch irgendwann gesehen und wurde tatsächlich überrascht. Sicherlich ist Verónica nicht der gruseligste Film, den ich je gesehen habe, aber er hat es definitiv ziemlich in sich und kann mit viel Amtosphäre punkten. Es geht – natürlich – um Verónica, die gemeinsam mit ihren Schulfreundinnen, via Ouijabrett einen Geist beschwören möchte und nach dem gruseligen Spiel plötzlich irgendetwas mit sich herumträgt, das nicht von dieser Welt ist…

Auch empfehlenswert finde ich übrigens: Die Frau in Schwarz, House at the End of the Street, Conjuring, Dead Silence, A quiet Place, The Descent

Horrorfilme, die ich unbedingt noch sehen möchte:

  • Hereditary – das Vermächtnis
  • The Nun

Mögt ihr Horrorfilme und -serien und wenn ja, welche sind eure liebsten und welche könnt ihr mir noch empfehlen? Seid ihr auch solche Angsthasen wie ich oder lassen euch Geister und co. kalt?

Eure Wortmalereien (3)

  • Kate

    13. November 2018 at 21:44

    Hallöchen,
    untergegangen trifft es wohl sehr gut. Mich hat eine Kollegin auf „Penny Dreadful“ Aufmerksam gemacht. Zum Glück.

    Meine Lieblingsstaffel? Puh, schwierig zu sagen. Alle sind auf ihre Art einmalig. Aber ich glaube, dass mich „Freak Show“ tatsächlich am meisten schockiert hat.

    Die Charaktere bei Hill House mochte ich auch sehr. Vor allem, wie sie sich entwickelt haben, das war so sehr nachvollziehbar, wenn man bedenkt, was sie erlebt haben. Also gut gemacht war sie auf jeden Fall, da kann man nichts sagen.

    Die neue Sabrina-Serie hab ich angefangen. Bisher reißt sie mich nicht so vom Hocker, aber ich werd ihr mal noch eine Chance geben. Allerdings erst nach meinen Prüfungen 😀

    Liebste Grüße, Kate

  • Kate

    6. November 2018 at 17:17

    Hallöchen,
    Halloween ist zwar schon vorbei, aber Gruselfilme und -serien gehen eigentlich immer oder? 🙂
    Penny Dreadful habe ich vor etwas über einem Jahr in einem Rutsch durchgesuchtet. Ich habe gar nicht mehr an sie gedacht, weshalb ich es toll finde, dass du sie mal wieder zur Sprache bringst. Die Serie ist nämlich unfassbar toll und ich kann sie nur jedem empfehlen. Ich fand sie großartig. Bei dieser Empfehlung stimme ich dir also voll und ganz zu.
    Auch „American Horror Story“ finde ich toll, allerdings gefallen mir da nicht alle Staffel. Vielleicht weil sie irgendwann nicht mehr ganz so krass schocken, weil jede Staffel so heftig ist. Troootzdem freue ich mich schon auf die neue Staffel und hoffe, dass sie bald bei Amazon Prime oder Netflix verfügbar sein wird.
    „Spuk in Hill House“ haben mein Freund und ich gestern erst beendet. Und klar, die Serie war schon irgendwie gut … aber irgendwie hab ich mir auch mehr versprochen? Sie wurde so hochgelobt und so extrem angepriesen, dass ich doch ein wenig enttäuscht war. Obwohl die Story schon etwas an sich hatte.
    „Bates Motel“ muss ich mal weitergucken. Ich stecke irgendwo in der vierten Staffel weil auch hier die Sogwirkung irgendwann nachgelassen hat. Leider. Aber das möchte ich nachholen. Und „Dark“ möchte ich ebenfalls noch schauen.
    Was ich von „The cabin in the Woods“ halten soll, war mir beim Schauen irgendwie nicht ganz klar. Irgendwie war es ganz schön verrückt. Aber spätestens bei der Auflösung am Ende musste ich dann herzhaft Lachen. Das war wirklich gut!
    Die anderen Filmempfehlungen setze ich mir direkt mal auf die Watchlist. Die klingen wirklich gut!
    Liebste Grüße, Kate

    1. Marie

      6. November 2018 at 17:25

      Hallo liebe Kate,

      das sehe ich auch so 🙂 Horror und Grusel geht für mich immer!

      Ich finde auch, dass „Penny Dreadful“ nicht den Hype bekommt, den die Serie findet – irgendwie ist sie hierzulande etwas untergegangen, oder? Daher versuche ich die Serie auch so oft zu empfehlen, wie es geht 😀

      Bei AHS gefällt mir tatsächlich auch nicht alles zu 100%, aber irgendwie kriegen die Staffeln immer ganz gut die Kurve, auch wenn es mir manchmal fast schon „zu viel“ ist! Was ist denn deine Lieblingsstaffel? Ich muss sagen, dass ich Coven total geliebt habe 🙂

      Oh, das ist schade wegen Hill House. Ich muss sagen, dass ich da mit 0 Erwartungen rangegangen bin und einfach mal reinschauen wollte – und dafür war ich dann einfach total begeistert! Ich kann aber verstehen, wenn man sich mehr davon versprochen hat – meinem Freund ging es da ähnlich. Mir hat es einfach so gut gefallen, dass die Figuren im Fokus stehen – durch die Sympathien wurde da jede gruselige Szene für mich direkt noch gruseliger 😀

      Haha, Cabin in the Woods ist echt ein Fall für sich, aber gerade dafür find ichs einfach gut 🙂 Ich hab übrigens die Tage die neue Sabrina-Serie auf Netflix durchgeschaut und die passt hier sogar auch ganz gut rein. Falls du sowas also magst, kann ichs empfehlen!

      Was schaust du denn noch so?

      Viele liebe Grüße
      Marie

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